BVA

Mehr Gesundheit für Lehrer/innen 

Im Rahmen der "Gesundheitsförderung Öffentlicher Dienst“ und als starker Kooperationspartner der Servicestelle Schule im Rahmen der Lehrer/innengesundheit hat sich die BVA zum Ziel gesetzt, neben den vielen anderen Berufsgruppen des Öffentlichen Dienstes auch die Gesundheit der Pädagoginnen und Pädagogen am Arbeitsplatz "Schule“ zu fördern. Im Rahmen ganzheitlicher Prozesse und mit Hilfe von unterschiedlichsten Angeboten und Modulen möchte die BVA österreichweit Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, ihre Gesundheitskompetenz zu stärken und das Thema Gesundheitsförderung kontinuierlich in den Arbeitsalltag "Schule“ zu integrieren.

Der Prozess der schulischen Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer umfasst 5 Schritte. Der Grundstein wird häufig bereits in der Vorphase gelegt, in der Informationen zum Thema eingeholt und eine Entscheidung im Kollegium getroffen wird. Für die Entscheidungsfindung hat sich im Rahmen einer Konferenzabstimmung ein 2/3-Mehrheitsbeschluss bewährt. Sollte die Entscheidung von Schulleitung und Kollegium für einen umfassenderen Gesundheitsförderungsprozess fallen, so kann im nächsten Schritt mit dem Aufbau der Prozessstruktur begonnen werden.

 

Der erste Schritt umfasst neben einer genauen Projektdefinition vor allem die Konstituierung einer Projektstruktur und eines Gesundheitsteams mit einer internen Projektleitung sowie die Festlegung der Projektziele und die Kick-off-Veranstaltung.

Im zweiten Schritt (Diagnose) soll unter möglichst breiter Einbeziehung des Kollegiums ein klares Bild über Gesundheitsressourcen und Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz Schule entstehen. Für diese Datenerhebung können individuell verschiedene Instrumente, wie Fragebogen, Gesundheitskonferenz oder das Modell "Kleinschule“, herangezogen werden.

Der dritte Schritt (Planung) dient zur Konkretisierung und Strukturierung der erarbeiteten Umsetzungsschwerpunkte.

Im vierten Schritt (Umsetzung) sollen die geplanten Maßnahmen durchgeführt werden, wobei auf eine Ausgewogenheit zwischen Verhaltens- und Verhältnisorientierung zu achten ist.

Der fünfte Schritt (Evaluation) umfasst eine Ergebnisbewertung, inwieweit die definierten Ziele erreicht und die durchgeführten Maßnahmen Veränderungen in Richtung mehr Gesundheit bewirkt haben.

Die entsprechenden Schritte sollten in einer Laufzeit - je nach Größe der Schule - von rund drei bis vier Semestern abgewickelt werden. Danach sollte das Thema Gesundheitsförderung für Pädagoginnen und Pädagogen nachhaltig in den Schulalltag integriert werden (Verankerung). Im Idealfall wird der oben beschriebene Zyklus kontinuierlich weitergeführt, sodass ein ständiger Lern- und Entwicklungsprozess entsteht, um Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer zu einer tragenden Säule der Schulkultur werden zu lassen.


Qualitätskriterien

Damit Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz  "Schule“ gelingt und ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit geleistet werden kann, sollten folgende 7 Punkte beachtet werden:

 

  1. Ganzheitlichkeit
    Gesundheitsförderung entsteht durch die ausgewogene Verbindung von verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen.

  2. Partizipation & Empowerment
    Durch die breite Einbeziehung des gesamten Kollegiums in die Planung, Abwicklung und Umsetzung des Prozesses sollen Lösungen gemeinsam erarbeitet und Betroffene zu Beteiligten gemacht werden. Lehrkräfte sollen ihre Gesundheitspotentiale stärken und zu selbstverantwortlichem Umgang mit ihrer Gesundheit befähigt werden.

  3. Integration 
    Die Grundsätze von Gesundheitsförderung sollen in die Schulphilosophie und in den Schulalltag eingebettet werden, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

  4. Gesundheitsförderung als Führungsaufgabe
    Führungsstil und Führungskultur der Schulleitung haben direkte Auswirkungen auf die subjektive Gesundheit der Lehrkräfte.

  5. Kompetentes, internes Projektmanagement
    Ein strukturiertes Vorgehen gemäß den einzelnen Schritten (Projektstruktur, Diagnose, Planung, Umsetzung, Evaluierung) ermöglicht dauerhafte und nachvollziehbare Prozesse und Ergebnisse.

  6. Evaluation
    Die Bewertung der Ergebnisse zeigt, inwieweit die definierten Ziele erreicht und Veränderungen bewirkt wurden.

  7. Dokumentation & Öffentlichkeitsarbeit
    Durch Dokumentation können Erfahrungen sowie Erfolge/ Misserfolge innerhalb und außerhalb der Schule nutzbar gemacht werden.

 

Unser Leistungsangebot

Beratung:

  • Erstinformation und fachliche Beratung

  • Impulsvortrag "Gesundheitsförderung für Lehrer/innen“

  • Beratung bei der Projektkonzeption, - planung und -organisation

  • Mitarbeit im Gesundheitsteam

  • Information über die regionalen Netzwerkpartner/innen und Anbieter/innen


Unterstützung:

  • bei der Kick-off-Veranstaltung

  • bei der Fragebogenerhebung, den Workshops und den Interviews

  • bei der Planung von Umsetzungsmaßnahmen

  • bei der Suche nach Aktivitäten und Angebote

  • bei der Vernetzung mit anderen prozessbetreibenden Schulen


Service:

  • Finanzielle Unterstützung

  • IMPULS Gesundheitsstraße (5-Risken-Check)

  • Öffentlichkeitsarbeit (Berichte auf der Homepage der BVA)


Einzelmodule:

  • Ernährung

  • Bewegung

  • Tabakentwöhnung

  • Seelische Gesundheit

  • Kommunikationsverbesserung durch Stimmhygiene und Sprechtraining

Ihre Ansprechpartner/innen für Gesundheitsförderung

Elmar Schwarzenauer
Tel. 050405 - 28500
Fax 050405 - 28900
Simone Mende
Tel. 050405 - 28170
Fax 050405 - 28900
E-Mail: innsbruck.gesundheitsfoerderung@bva.at
6010 Innsbruck,
Meinhardstraße 1